Blickwinkel Tour

Historisch-politische Bildung am ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg — greifbar auf einer rund 90-minütigen Bus-Tour mit VR-Brille und Tablet.

Projektpartner

Teilnehmende der Blickwinkel Tour mit VR-Headsets im Bus am Reichsparteitagsgelände

Dort, wo Geschichte greifbar wird

Blickwinkel Tour vermittelt historisch-politische Bildung dort, wo sie greifbar wird: am ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg.

Auf einer rund 90-minütigen, durchgehend von ausgebildeten Guides begleiteten Bus-Tour machen VR-Brille und Tablet die gewaltigen Dimensionen der teils unvollendeten, teils nicht mehr erhaltenen Bauten begreifbar.

Nachvollziehbar wird so, wie diese Architektur den Einzelnen klein und das Regime übermächtig erscheinen lassen sollte — Propaganda wird am eigenen Leibe erfahrbar und damit durchschaubar.

Die nach historischen Plänen und mit wissenschaftlichen Partnern erstellten Visualisierungen sind bewusst abstrahiert, aber nicht verfälscht, und werden didaktisch eingeordnet und kritisch reflektiert. Das didaktische Konzept wurde dafür in Zusammenarbeit mit Geschichte für Alle (GfA) ausgearbeitet.

Heute ist die Blickwinkel Tour eine etablierte Führung, die vom Geschichtsverein veranstaltet und durchgeführt wird — auf Splexit-Technik, die im Alltag so zuverlässig läuft, dass die Tour dauerhaft darauf aufbaut. Die Rezensionen sprechen für sich.

blickwinkeltour.de

Herausforderung

Am Gelände stehen heute vor allem Ruinen, Fundamente und leere Flächen — die monumentale Wirkung der NS-Architektur ist ohne Hilfsmittel kaum nachvollziehbar.

Klassische Führungen können beschreiben, was geplant war oder verschwunden ist. Doch die propagandistische Absicht — den Einzelnen klein und das Regime übermächtig erscheinen zu lassen — bleibt abstrakt, solange die Dimensionen nicht körperlich erfahrbar werden.

Teilnehmende mit VR-Headsets im Bus während der Tour

VR, Tablet und geführte Tour

Technik tritt in den Dienst der Vermittlung — synchron im Bus, am Originalort, begleitet von ausgebildeten Guides.

  • VR-Brille: gewaltige Bautendimensionen am eigenen Körper erfahrbar machen
  • Tablet: Panoramen, 3D-Überlagerungen und historische Einordnung während der Fahrt
  • Geführte Bus-Tour: eine Steuerung, ein gemeinsames Erlebnis für die ganze Gruppe
  • Visualisierungen nach historischen Plänen — abstrahiert, wissenschaftlich fundiert, didaktisch eingeordnet

Splexit bildet die technische Infrastruktur für die synchron geführte Präsentation: Guides steuern Stationen am Tablet, alle Teilnehmenden erleben dieselbe Szene in der VR-Brille — direkt am Reichsparteitagsgelände.

Ergebnis

  • Propaganda wird nicht nur erklärt, sondern am eigenen Leibe erfahrbar — und damit durchschaubar
  • Historisch-politische Bildung am authentischen Ort, nicht im Klassenzimmer allein
  • Didaktisches Konzept mit GfA — heute etablierte Tour, veranstaltet und geführt vom Geschichtsverein
  • Splexit im Regelbetrieb: zuverlässige geführte Präsentation im Bus — die Rezensionen der Tour bestätigen den Alltagseinsatz
  • Kritische Reflexion eingebaut: Visualisierungen bewusst abstrahiert, wissenschaftlich abgesichert und didaktisch gerahmt
  • Modell für geführte VR-Touren in sensiblen Bildungskontexten — von Schulklassen bis Erwachsenenbildung

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